1429/30 fielen die Hussiten in Franken ein und richteten dort vor allem an den Besitzungen der Bistümer Bamberg und Würzburg erheblichen Schaden an. Neu war hierbei ihre Kriegsführung mit extrem mobiler Kleinartillerie, da sie leichte Geschütze auf hölzerne Kampfwägen montierten und somit den neuzeitlichen Panzer erfanden. Die fränkischen Burgen, Städte, Märkte, Kirchen und Kirchhöfe mussten wehrtechnisch entsprechend verstärkt werden, sich erstmals auf Artillerieverteidigung umrüsten bzw. gegen Artilleriebeschuss behaupten. Dieser reich bebilderte Vortrag untersucht, mit welchen innovativen Bauformen dies im Landkreis Haßberge geschah und wie effizient sich diese neuen Befestigungsweisen tatsächlich erwiesen. Dabei richtet sich der Blick aber auch auf Franken und Gesamtbayern, wo die auswuchernde Hussitenangst etliche eindrucksvolle Befestigungen schuf.